
24.07.18 –
Informationsaustausch im Info-Center Tunnel Rastatt der Deutschen Bahn: Die Landtagsabgeordneten Thomas Hentschel und Thomas Marwein sowie der Bundestagsabgeordnete Matthias Gastel, Sprecher für Bahnpolitik, (alle Grüne) informierten sich zum aktuellen Stand des Ausbaus der Rheintalbahn.
Bis die Rheintalbahn auf allen Streckenabschnitten von Karlsruhe bis Basel fertiggestellt ist, wird es voraussichtlich bis zum Jahr 2041 dauern. Den derzeit kritischen Abschnitt bei Rastatt, auf dem es vor einem Jahr zur Tunnelhavarie bei der Unterquerung der bisherigen Rheintalstrecke kam, will die Bahn bis 2024 fertigstellen. Dies setzt allerdings voraus, dass das derzeitige Schlichtungsverfahren zwischen Bahn und ausführenden Firmen erfolgreich verläuft und langwierige Gerichtsprozesse vermieden werden.
In diesem Verfahren wird derzeit auch weiter nach der Ursache der Tunnelhavarie gesucht, zu der sich die Vertreter der Bahn nicht äußern wollten. Die rund 60 Bohrungen, die dafür vorgenommen werden und die in Niederbühl für erneute Lärmbelästigungen sorgen, seien bald vorüber, versicherten die Bahn-Mitarbeiter. Auf der ausgebauten Rheintalbahn, die für Geschwindigkeiten bis zu 250 Kilometer pro Stunde ausgelegt ist, sollen künftig tagsüber in passenden Zeitfenstern und nachts neben Personen- auch Güterzüge verkehren.
Dass sich die Fertigstellung der gesamten Rheintalbahn bis 2041 hinziehen wird, liegt nach Auskunft der Bahn unter anderem am Streckenabschnitt bei Offenburg, wo sich die Bahn mit zahlreichen Protesten und Gerichtsverfahren konfrontiert sieht.
Thema des Informationsgesprächs war auch der Lärmschutz. Beim Bau vom Lärmschutzwänden, so auch im Bereich Rastatt, hat die Deutsche Bahn ein ganz besonderes Problem: Sie findet derzeit schlicht keine Firmen, die die Arbeiten ausführen.
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