Radverkehr als Bestandteil des Klimaschutzes kommt voran

29.10.20 –

Der Radverkehr im Landkreis Rastatt und im Stadtkreis Baden-Baden kommt voran. Das ist das Ergebnis einer kleinen Anfrage der mittelbadischen grünen Landtagsabgeordneten Hans-Peter Behrens und Thomas Hentschel. Dabei sind vor allem die Kommunen gefragt, Radverbindungen und –infrastruktur stärker als bisher zu fördern.

„Neben dem Ausbau der Schieneninfrastruktur und des ÖPNV-Angebots ist der Radverkehr der zentrale Baustein in der Verkehrswende und damit ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. In der Corona-Krise haben viele Menschen das Rad als Transportmittel neu entdeckt und nutzen es immer öfter. Doch in der Verkehrsplanung fristete das Rad lange Zeit nur ein Schattendasein. Seit 2013 unterstützt das Land die Kommunen mit einem eigenen Programm und stellt im aktuellen Doppelhaushalt Haushaltsmittel von 15 Mio. Euro jährlich zur Verfügung“, so die beiden Landtagsabgeordneten. 2020 seien die Förderbedingungen nochmal deutlich verbessert worden. Daneben bestätigt das Verkehrsministerium, dass durch die Kombination von Bundes- und Landesfördermitteln eine Förderquote von bis zu 90 % für den Radwegebau erreicht werden kann. Das insgesamt nur wenige neue Radwege gebaut wurden, liege an der kommunalen Baulast. „Die Kommunen sind hier in der Verantwortung, die nötige Infrastruktur zu erstellen. Wir rufen daher die Kommunen auf, die vorhandenen Mittel auch zu nutzen“, fordern Hentschel und Behrens. Die Planungen für den Radschnellweg zwischen Karlsruhe und Rastatt gehen nach Auskunft von Verkehrsminister Winfried Hermann voran. Dieser Abschnitt liegt auf Grund der hohen Nutzerzahlen überwiegend in der Baulast des Landes. Ende November wird die Planungsvereinbarung mit den Städten Karlsruhe und Rastatt unterzeichnet, die ebenfalls an den Kosten beteiligt sind. „Wichtig ist, dass möglichst schnell auch die Fortführung von Rastatt über Baden-Baden nach Bühl kommt“, so Behrens. Die Radschnellverbindungen sind gerade für Pendlerinnen und Pendler eine echte Alternative zum Auto und sorgen für ein sicheres und komfortables Radfahrerlebnis. „Wir sind optimistisch, dass der bestmögliche Trassenverlauf des Radschnellwegs gefunden und umgesetzt wird. Denn der Anteil des Radverkehrs wird weiter wachsen, wofür wir uns als Grüne schon lange eingesetzt haben,“ so die Abgeordneten Behrens und Hentschel abschließend.

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