21.05.19 –
Mit dem Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt will die grün-geführte Landesregierung den rasanten Verlust an Artenvielfalt stoppen. Das Umweltministerium hat nun über die vergangenen anderthalb Jahre Bilanz gezogen und Auskunft gegeben, wie viel Geld in die Landkreise im Jahr 2018 für Naturschutzprojekte geflossen ist. Demnach erhielt der Landkreis Rastatt vom Land knapp 170.000 Euro für 84 Projekte, die Stadt Baden-Baden rund 22.000 Euro. Im Landkreis Rastatt entfielen rund 68.000 Euro auf Erhalt und Entwicklung von Natura-2000-Gebieten, mit denen der länderübergreifende Schutz gefährdeter wildlebender heimischer Pflanzen- und Tierarten und ihrer natürlichen Lebensräume sichergestellt werden soll.
In die Optimierung von Naturschutzgebieten flossen im Landkreis Rastatt 47.000 Euro, in Baden-Baden 8.300 Euro.
Rund 68.000 Euro stellte das Umweltministerium für Maßnahmen zur Extensivierung von Kulturlandschaften zur Schaffung von Lebensräumen für bedrohte Arten zur Verfügung, also zur Verringerung der landwirtschaftlichen Produktion auf einzelnen Flächen. Davon entfielen auf Baden-Baden 13.500 Euro.
„Biodiversität ist eine der drängendsten Fragen der nächsten Jahrzehnte. Es wird von Bedeutung sein, ob und wie wir Lebensräume für bedrohte Tierarten schützen und erhalten. Deshalb hat die Landesregierung das bundesweit einmalige ‚Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt‘ im November 2017 auf den Weg gebracht“, erklärt der Landtagsabgeordnete Thomas Hentschel.
In diesem Sonderprogramm stehen 36 Millionen Euro für verschiedene Maßnahmen in den Jahren 2018 und 2019 zur Verfügung. Dazu zählen der Erhalt und die Entwicklung von Schutzgebieten, Moorschutz oder Biotopverbund. Das Programm fördert auch den geringeren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, die Förderung der biologischen Vielfalt in Ackerbauregionen oder die Wiedervernetzung von Lebensräumen.
„Das weltweite Artensterben geht auch an Baden-Württemberg nicht spurlos vorbei. Rund 40 Prozent unserer Tier- und Pflanzenarten sind inzwischen gefährdet. Der Verlust der biologischen Vielfalt ist alarmierend. Wir sind froh, dass das Thema in der Öffentlichkeit angekommen ist und wir diese große Herausforderung in der Koalition gemeinsam anpacken“, so der Abgeordnete in einer Presseerklärung. Bis 2021 werden die Landesmittel für Naturschutz im Vergleich zu 2011 auf rund 90 Millionen Euro erhöht – was einer Verdreifachung entspricht.
Weitere Informationen zum Sonderprogramm: um.baden-wuerttemberg.de/de/service/publikationen/publikation/did/fuer-flora-und-fauna-mit-herz-und-verstand-das-sonderprogramm-zur-staerkung-der-biologischen-vielfal/
Mittwoch, 11. Februar 2026, um 18:30 Uhr
im Naturfreundehaus, Brufertstrasse 3 in Rastatt.
Auf dem Podium:
MdB Zoe Mayer, Sprecherin für Tierschutz der Grünen Bundestagsfraktion, spricht über politische Herausforderungen und notwendige Veränderungen im Tierschutz.
Timo Franke, veganer Profikoch, zeigt auf wie vielseitig und genussvoll pflanzliche Küche sein kann – ganz ohne Dogmatismus.
Millionen Tiere leiden täglich in der industriellen Tierhaltung. Eine der wirksamsten Möglichkeiten, diesem Leid zu begegnen, liegt in der bewussten Umstellung unserer Ernährung indem wir tierische Produkte reduzieren oder ganz auf sie verzichten, hin zu Bio-Lebensmitteln und pflanzlichen Alternativen. Bei immer mehr Menschen wächst der Wunsch nach einer Ernährungsweise, die einen konkreten Beitrag zum Tierschutz leistet. Doch was bedeutet das im Alltag? Welche politischen Weichen müssen gestellt werden? Und wie kann eine vegetarische oder vegane Ernährung nicht nur ethisch sondern auch genussvoll gelingen?
Gemeinsam möchten wir über Verantwortung diskutieren – gegenüber Tieren, unserer Umwelt und unserer eigenen Gesundheit – und darüber, wie persönliches Handeln und politische Entscheidungen ineinandergreifen.
Um Anmeldung wird gebeten unter
thomas.hentschel.wk@gruene.landtag-bw.de
Ich lade herzlich ein:
Gisela Erler, baden-württembergische Staatsrätin für Bürgerbeteiligung a.D. liest aus ihrem Buch:
„Demokratie in schwierigen Zeiten“
Montag, 9. Februar 2026, 19 Uhr, Rossi-Haus, Herrenstraße 13, Rastatt.
Aufgrund ihrer eigenen Biografie und ihren vielfältigen Erfahrungen beschäftigt sich Gisela Erler in ihrem Buch mit der Frage, wie unsere Demokratie den aktuellen weltpolitischen Stürmen trotzt, wie der Populismus in Schach gehalten werden kann und vor allem, wie sich Bürgerinnen und Bürger konkret zum Wohle aller einmischen können.
Gisela Erler war von 2011 bis 2021 Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung mit Stimmrecht im baden-württembergischen Kabinett. Im Auftrag von Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sie die grüne „Politik des Gehörtwerdens“ inhaltlich entwickelt und gestaltet. Sie hat großen Anteil daran, dass Baden-Württemberg heute das Musterland der Bürgerbeteiligung in Europa ist.
Nach der Lesung ist Zeit für Fragen und Austausch. Zudem signiert Gisela Erler gern Exemplare ihres Buches.
Um Anmeldung wird gebeten unter: thomas.hentschel.wk@gruene.landtag-bw.de
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