09.12.20 –
Die mittelbadischen Landtagsabgeordneten Hans-Peter Behrens und Thomas Hentschel (Grüne) wollen mehr ökologischen Anbau in der Landwirtschaft. Daher setzen sich beide mit Nachdruck für eine Biomusterregion in Mittelbaden ein und unterstützen die hiesige Initiativgruppe. „Ökologische Landwirtschaft ist auch aktiver Klimaschutz“, so die beiden Abgeordneten. „Öko-Landwirtschaft tut allen gut – den Verbrauchern wie unseren Landwirten.“
Aus einer gemeinsamen kleinen Anfrage an Landwirtschaftsminister Hauk geht hervor, dass der Anteil der ökologisch wirtschaftenden Betrieben in Baden-Baden und im Landkreis Rastatt gering ist: 2019 lag die Zahl der konventionell wirtschaftenden Betriebe bei 530 und die der ökologisch wirtschaftenden gerade mal bei 28 Stück. „Von 2012 bis 2020 hat sich die Zahl der Ökobetriebe in Baden-Baden gerade mal von 6 auf 7 erhöht; im Kreis Rastatt von 20 auf 23“, so die Grüne Landtagsabgeordneten. „Das zeigt: Bei uns gibt es ein großes Steigerungspotential, um Lebensmittel ökologisch zu erzeugen – sei es im Weinbau, bei der Grünlandnutzung, bei Sonderkulturen oder dem Ackerbau“, so Behrens und Hentschel. Auch der Selbstversorgungsgrad sei gering – hier gibt es noch viele Steigerungsmöglichkeiten z.B. bei Kartoffeln oder tierischen Produkten.
„Zur Nutzung des Potentials braucht es einen kräftigen Impuls – bislang liegt der Bioflächenanteil in den Kreisen Baden-Baden und Rastatt nur bei 5%. Hier kann uns eine Biomusterregion Mittelbaden deutlich voranbringen. Ein entsprechendes Unterstützerschreiben ging an Landwirtschaftsminister Peter Hauk“, so die beiden Grünen Abgeordneten weiter.
Zudem lobt Behrens die breite zivilgesellschaftliche Basis und das Engagement von über 150 Unterstützern: „Ich bin begeistert über die neu entstandene Kommunikation zwischen Landwirten, Verbrauchern und Politik.“ „Wir sehen große Chancen, künftig mehr ökologisch erzeugte Lebensmittel aus unserer Region für unsere Region auf den Markt zu bringen. Zusätzlich sehe ich gute Synergiemöglichkeiten bei der gemeinsamen Vermarktung mit guten konventionellen Produkten der Region. Unsere „Genießerregion“ kann hierdurch nur profitieren. Wir sind optimistisch, dass die Bewerbung erfolgreich sein wird“, so beide Abgeordnete abschließend.
Mittwoch, 11. Februar 2026, um 18:30 Uhr
im Naturfreundehaus, Brufertstrasse 3 in Rastatt.
Auf dem Podium:
MdB Zoe Mayer, Sprecherin für Tierschutz der Grünen Bundestagsfraktion, spricht über politische Herausforderungen und notwendige Veränderungen im Tierschutz.
Timo Franke, veganer Profikoch, zeigt auf wie vielseitig und genussvoll pflanzliche Küche sein kann – ganz ohne Dogmatismus.
Millionen Tiere leiden täglich in der industriellen Tierhaltung. Eine der wirksamsten Möglichkeiten, diesem Leid zu begegnen, liegt in der bewussten Umstellung unserer Ernährung indem wir tierische Produkte reduzieren oder ganz auf sie verzichten, hin zu Bio-Lebensmitteln und pflanzlichen Alternativen. Bei immer mehr Menschen wächst der Wunsch nach einer Ernährungsweise, die einen konkreten Beitrag zum Tierschutz leistet. Doch was bedeutet das im Alltag? Welche politischen Weichen müssen gestellt werden? Und wie kann eine vegetarische oder vegane Ernährung nicht nur ethisch sondern auch genussvoll gelingen?
Gemeinsam möchten wir über Verantwortung diskutieren – gegenüber Tieren, unserer Umwelt und unserer eigenen Gesundheit – und darüber, wie persönliches Handeln und politische Entscheidungen ineinandergreifen.
Um Anmeldung wird gebeten unter
thomas.hentschel.wk@gruene.landtag-bw.de
Ich lade herzlich ein:
Gisela Erler, baden-württembergische Staatsrätin für Bürgerbeteiligung a.D. liest aus ihrem Buch:
„Demokratie in schwierigen Zeiten“
Montag, 9. Februar 2026, 19 Uhr, Rossi-Haus, Herrenstraße 13, Rastatt.
Aufgrund ihrer eigenen Biografie und ihren vielfältigen Erfahrungen beschäftigt sich Gisela Erler in ihrem Buch mit der Frage, wie unsere Demokratie den aktuellen weltpolitischen Stürmen trotzt, wie der Populismus in Schach gehalten werden kann und vor allem, wie sich Bürgerinnen und Bürger konkret zum Wohle aller einmischen können.
Gisela Erler war von 2011 bis 2021 Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung mit Stimmrecht im baden-württembergischen Kabinett. Im Auftrag von Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sie die grüne „Politik des Gehörtwerdens“ inhaltlich entwickelt und gestaltet. Sie hat großen Anteil daran, dass Baden-Württemberg heute das Musterland der Bürgerbeteiligung in Europa ist.
Nach der Lesung ist Zeit für Fragen und Austausch. Zudem signiert Gisela Erler gern Exemplare ihres Buches.
Um Anmeldung wird gebeten unter: thomas.hentschel.wk@gruene.landtag-bw.de
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