18.05.18 –
Die Grünen im Stadtrat von Gernsbach setzen sich für eine offene Bürgerbeteiligung zum Pfleiderer-Areal ein. Sie bedauern, dass die Fraktionen der FBG und SPD keine Bereitschaft zeigen, von der allein auf die Kosten einer Entgiftung gerichteten Fragestellung für einen Bürgerentscheid abzuweichen. Die von diesen beiden Fraktionen und vom Bürgermeister verfolgte Fragestellung ist offensichtlich darauf gerichtet, die Bürgerinnen und Bürger gegen eine Entgiftung des Areals in Stellung zu bringen. Ortsvorsteher Schmeiser hatte das k.o.-Argument klar auf den Punkt gebracht. Er warnte öffentlich davor, dass in den Ortsteilen und auch in der Stadt über Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte, keine Entwicklung mehr möglich sei, wenn das Grundstück gekauft und entgiftet werde.
Die Gemeinderatsfraktionen von FBG und SPD verfolgten ersichtlich das Ziel, ausschließlich über Kostenfragen und Unannehmlichkeiten zu diskutieren, führt der Grüne Gemeinderat Thomas Hentschel dazu aus. Das werde dem Problem nicht gerecht, denn die Bürger, die sich kritisch mit der Altlast auseinandersetzten, verfolgen nicht das Ziel, die Entwicklung in der Stadt zu verhindern. Völlig ausgeblendet werde dabei, dass derzeit laufend Maßnahmen zur Gefahrenabwehr auf dem Gelände notwendig seien. Das mache die Bürgerinnen und Bürger der Stadt zu Recht nachdenklich. Deshalb müsse auch in erster Linie nach der Entgiftung gefragt werden. Auch sei die von Bürgermeister Christ vorgelegte Fragestellung allein schon deshalb nicht nachvollziehbar, weil er selbst Wert darauf lege, dass alle Fragen zur zukünftigen Gestaltung auf dem Gelände ausgeblendet werden müssten. Dazu gehöre aber auch die Frage des Eigentumserwerbs. Stattdessen habe er auf der Bürgerinformation am vorigen Donnerstag einseitig und unsachlich über die Ergebnisse der Gemeinderatssitzung berichtet, indem er verschwieg, dass die Grünen einen eigenen Antrag auf Durchführung des Bürgerbegehrens gestellt hatten. Auch habe er die Kritik nicht erwähnt, dass man die Bürger nicht über einen Kauf abstimmen lassen könne, ohne dass man den Kaufpreis kenne und über eine Sanierung, bei der weder die Kosten noch die Fördermöglichkeiten bekannt seien.
Die Grünen im Gemeinderat seien enttäuscht über die starre Haltung der Fraktionen von FBG und SPD im Stadtrat. Bisher habe man sich stehts darum bemüht, sachlich über die Argumente in der Frage der Altlastensanierung zu streiten. Nun dränge sich der Eindruck auf, dass man dort eine andere Fragestellung nur noch deshalb ablehne, weil sie sonst die bisherigen Planungen in Gefahr bringen würde, das Gift auf dem Gelände zu belassen. Das sei nicht nur unehrlich gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern in der Stadt, sondern auch ein Schlag ins Gesicht der im Lenkungskreis beteiligten Bürgerinnen und Bürger, denn dort war die Zielvorstellung einer Entgiftung als Konsens verkauft worden.
Mittwoch, 11. Februar 2026, um 18:30 Uhr
im Naturfreundehaus, Brufertstrasse 3 in Rastatt.
Auf dem Podium:
MdB Zoe Mayer, Sprecherin für Tierschutz der Grünen Bundestagsfraktion, spricht über politische Herausforderungen und notwendige Veränderungen im Tierschutz.
Timo Franke, veganer Profikoch, zeigt auf wie vielseitig und genussvoll pflanzliche Küche sein kann – ganz ohne Dogmatismus.
Millionen Tiere leiden täglich in der industriellen Tierhaltung. Eine der wirksamsten Möglichkeiten, diesem Leid zu begegnen, liegt in der bewussten Umstellung unserer Ernährung indem wir tierische Produkte reduzieren oder ganz auf sie verzichten, hin zu Bio-Lebensmitteln und pflanzlichen Alternativen. Bei immer mehr Menschen wächst der Wunsch nach einer Ernährungsweise, die einen konkreten Beitrag zum Tierschutz leistet. Doch was bedeutet das im Alltag? Welche politischen Weichen müssen gestellt werden? Und wie kann eine vegetarische oder vegane Ernährung nicht nur ethisch sondern auch genussvoll gelingen?
Gemeinsam möchten wir über Verantwortung diskutieren – gegenüber Tieren, unserer Umwelt und unserer eigenen Gesundheit – und darüber, wie persönliches Handeln und politische Entscheidungen ineinandergreifen.
Um Anmeldung wird gebeten unter
thomas.hentschel.wk@gruene.landtag-bw.de
Ich lade herzlich ein:
Gisela Erler, baden-württembergische Staatsrätin für Bürgerbeteiligung a.D. liest aus ihrem Buch:
„Demokratie in schwierigen Zeiten“
Montag, 9. Februar 2026, 19 Uhr, Rossi-Haus, Herrenstraße 13, Rastatt.
Aufgrund ihrer eigenen Biografie und ihren vielfältigen Erfahrungen beschäftigt sich Gisela Erler in ihrem Buch mit der Frage, wie unsere Demokratie den aktuellen weltpolitischen Stürmen trotzt, wie der Populismus in Schach gehalten werden kann und vor allem, wie sich Bürgerinnen und Bürger konkret zum Wohle aller einmischen können.
Gisela Erler war von 2011 bis 2021 Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung mit Stimmrecht im baden-württembergischen Kabinett. Im Auftrag von Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sie die grüne „Politik des Gehörtwerdens“ inhaltlich entwickelt und gestaltet. Sie hat großen Anteil daran, dass Baden-Württemberg heute das Musterland der Bürgerbeteiligung in Europa ist.
Nach der Lesung ist Zeit für Fragen und Austausch. Zudem signiert Gisela Erler gern Exemplare ihres Buches.
Um Anmeldung wird gebeten unter: thomas.hentschel.wk@gruene.landtag-bw.de
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