12.12.25 –
Das Ministerium der Justiz und für Migration BW berichtet:
Für die Veröffentlichung wichtiger Urteile steht der Justiz in Baden-Württemberg seit heute eine auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Software zur Verfügung. Mit ihr können Entscheidungen schnell anonymisiert werden. Die Anwendung mit dem Namen JANO (Justiz-Anonymisierung) hat die Landesjustiz Baden-Württemberg gemeinsam mit der hessischen Landesjustiz, wo das Programm heute ebenfalls startet, entwickelt. In Baden-Württemberg steht JANO ab sofort den Zivilabteilungen aller Oberlandes-, Land- und Amtsgerichte zur Verfügung. Die Strafabteilungen und die Fachgerichtsbarkeiten werden zeitnah ebenfalls ausgestattet.
JANO nutzt unter anderem Künstliche Intelligenz, um sensible Daten in den Entscheidungen zu finden. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Namen, Geburtsdaten, Adressen, Grundstücksbezeichnungen oder Ähnliches. Diese ersetzt das Programm durch Ersetzungstexte oder schwärzt sie. Bisher ist das ein Vorgang, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Gericht komplett händisch vornehmen müssen. In Zukunft durchsucht das KI-Tool die Entscheidung, erkennt dabei personenbezogene Daten und schlägt diese zur Anonymisierung vor. Die Vorschläge werden anschließend durch Justiz-Beschäftigte geprüft und freigegeben. An der Entwicklung von JANO haben Angehörige von Gerichten aus Baden-Württemberg und Hessen von Anfang bis Ende mitgewirkt.
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