24.05.22 –
Das Land fördert zahlreiche Machbarkeitsuntersuchungen um zu klären, welche Schienenwege reaktiviert werden können. Verkehrsminister Winfried Hermann spricht von einer Aufbruchstimmung.
Das Interesse an der Reaktivierung stillgelegter Schienenstrecken in Baden-Württemberg hat im Jahr 2021 sowie in den zurückliegenden Monaten weiter stark zugenommen. Von Ablachtalbahn bis Wutachtalbahn: Derzeit laufen für zwanzig Bahnstrecken in allen Regionen des Südwestens vom Land bezuschusste Machbarkeitsuntersuchungen mit dem Ziel, diese Schienenwege wieder in Betrieb zu nehmen. Einige weitere Förderanträge für Studien befinden sich darüber hinaus noch in Prüfung.
Verkehrsminister Winfried Hermann sagte am 20. Mai 2022: „Das Interesse der Bürgerschaft von Kreisen und Gemeinden an unserem Förderprogramm (PDF) ist überwältigend. Die eingegangenen Zuwendungsanträge und das große Engagement in den jeweiligen Regionen für ihre Reaktivierungsvorhaben zeigen ganz klar: Es herrscht Aufbruchsstimmung im Land.“ Mit Zuschüssen in Höhe von insgesamt rund 1,6 Millionen Euro übernimmt das Ministerium bis zu 75 Prozent der Kosten für die Studien und trägt damit entscheidend dazu bei, dass die Untersuchungen schnell vorankommen.
Minister Hermann erläuterte: „Baden-Württemberg will bis 2040 klimaneutral werden. Für die dazu notwendige Verkehrswende strebt die Landesregierung eine Verdopplung der Nachfrage im Öffentlichen Verkehr bis 2030 an. Die Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Damit können insbesondere ländliche Regionen wieder an das nationale Schienennetz angeschlossen werden. Die Wiederbelebung der Schiene ist nicht nur wichtig zur Bekämpfung des Klimawandels, sondern auch ein Standortfaktor.“
Bereits bei zwölf Schienenwegen wird die Reaktivierung vertieft geplant beziehungsweise stehen aufgrund der bisherigen Planungsergebnisse Entscheidungen über die weitere Vorgehensweise an. Die Hermann-Hesse-Bahn zwischen Calw und Weil der Stadt, das derzeit am weitesten fortgeschrittene Reaktivierungsvorhaben in Baden-Württemberg, befindet sich bereits im Bau. Bei anderen Projekten wie Colmar-Freiburg, dem wichtigen grenzüberschreitenden Lückenschluss am Oberrhein schreiten die Planungen voran und die Ergebnisse der aktuellen Planungsphase werden im Laufe dieses Jahres erwartet.
Zwischen 1960 und 1990 wurden in Baden-Württemberg zahlreiche Bahnstrecken stillgelegt. Teilweise wurden die Gleisanlagen demontiert und die Schienentrassen überbaut. Mit der Debatte über den Klimawandel und die notwendige Verringerung der Emissionen von Treibhausgasen ist der Ausbau des klimaschonenden öffentlichen Verkehrs und damit gerade auch der Schiene seit einigen Jahren wieder in den Fokus der Politik gerückt.
Vor diesem Hintergrund hatte das Verkehrsministerium 2019 eine Potenzialanalyse (PDF) in Auftrag gegeben, um das Nachfragepotenzial von 42 stillgelegten Strecken untersuchen und kategorisieren zu lassen. Mehr als 30 Strecken wurde dabei ein relevantes Fahrgastpotenzial bescheinigt. Reaktivierungen der vergangenen Jahre, wie zum Beispiel die Schönbuchbahn in den Landkreisen Böblingen und Tübingen, haben gezeigt, dass einige reaktivierte Schienenstrecken sogar noch deutlich stärker genutzt werden, als zunächst vorhergesagt. Zwischenzeitlich wurde die Schönbuchbahn auch elektrifiziert, der Takt für Fahrgäste verdichtet und damit die Attraktivität der Strecke nochmal deutlich gesteigert.
Mittwoch, 11. Februar 2026, um 18:30 Uhr
im Naturfreundehaus, Brufertstrasse 3 in Rastatt.
Auf dem Podium:
MdB Zoe Mayer, Sprecherin für Tierschutz der Grünen Bundestagsfraktion, spricht über politische Herausforderungen und notwendige Veränderungen im Tierschutz.
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Millionen Tiere leiden täglich in der industriellen Tierhaltung. Eine der wirksamsten Möglichkeiten, diesem Leid zu begegnen, liegt in der bewussten Umstellung unserer Ernährung indem wir tierische Produkte reduzieren oder ganz auf sie verzichten, hin zu Bio-Lebensmitteln und pflanzlichen Alternativen. Bei immer mehr Menschen wächst der Wunsch nach einer Ernährungsweise, die einen konkreten Beitrag zum Tierschutz leistet. Doch was bedeutet das im Alltag? Welche politischen Weichen müssen gestellt werden? Und wie kann eine vegetarische oder vegane Ernährung nicht nur ethisch sondern auch genussvoll gelingen?
Gemeinsam möchten wir über Verantwortung diskutieren – gegenüber Tieren, unserer Umwelt und unserer eigenen Gesundheit – und darüber, wie persönliches Handeln und politische Entscheidungen ineinandergreifen.
Um Anmeldung wird gebeten unter
thomas.hentschel.wk@gruene.landtag-bw.de
Ich lade herzlich ein:
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„Demokratie in schwierigen Zeiten“
Montag, 9. Februar 2026, 19 Uhr, Rossi-Haus, Herrenstraße 13, Rastatt.
Aufgrund ihrer eigenen Biografie und ihren vielfältigen Erfahrungen beschäftigt sich Gisela Erler in ihrem Buch mit der Frage, wie unsere Demokratie den aktuellen weltpolitischen Stürmen trotzt, wie der Populismus in Schach gehalten werden kann und vor allem, wie sich Bürgerinnen und Bürger konkret zum Wohle aller einmischen können.
Gisela Erler war von 2011 bis 2021 Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung mit Stimmrecht im baden-württembergischen Kabinett. Im Auftrag von Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sie die grüne „Politik des Gehörtwerdens“ inhaltlich entwickelt und gestaltet. Sie hat großen Anteil daran, dass Baden-Württemberg heute das Musterland der Bürgerbeteiligung in Europa ist.
Nach der Lesung ist Zeit für Fragen und Austausch. Zudem signiert Gisela Erler gern Exemplare ihres Buches.
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