
19.04.18 –
Können Lastenräder auch im ländlichen Raum zum umweltfreundlichen Packesel werden? Diese Frage führte den Rastatter Landtagsabgeordneten Thomas Hentschel nach Karlsruhe, um sich mit Karlsruher Lastenrad-Akteuren auszutauschen. „Mich interessiert besonders, welche infrastrukturellen Voraussetzungen gegeben sein müssen, um das Lastenrad erfolgreich als Alternative zu motorisierten Transportfahrten zu bewerben“, so Hentschel. Sein Eindruck nach Gesprächen mit Vertretern von Stadtverwaltung und Lastenradinitiative „Lastenkarle“ sowie Nutzern des bundesweiten Lastenradtestes des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR): Ja, es lohnt sich, auch im ländlichen Raum auf das Lastenrad umzusatteln. Die Erfahrungen aus der Fahrradstadt Karlsruhe lieferten hier durchaus Anknüpfungspunkte für eine Übertragbarkeit. Um den Einsatz des Lastenrads zu fördern, hatte das Stadtplanungsamt 2015 und 2016 die Aktion „Umsteiger gesucht“ durchgeführt. Davon inspiriert war die Karlsruher Lastenradinitiative „Lastenkarle“ Anfang 2017 von Bürgerinnen und Bürgern gegründet worden.
„Ebene Radwege ohne Schlaglöcher sind wichtig, denn beim Fahrrad spürt man jede Unebenheit stärker als im Auto“, gab Thomas Hillengas dem Rastatter Landtagsabgeordneten mit auf den Weg. Der Hausmeister des Internationalen Bundes nimmt seit einigen Wochen am DLR-Lastenradtest mit einem E-Lastenrad teil, pendelt mit diesem zwischen vier Standorten des Bildungswerks: „Der große Vorteil ist, dass ich mit dem Lastenrad im Vergleich zum Auto fast überall einen Parkplatz finde.“ Der teilnehmende Dienstleister wiederum ist mit einem DLR-Lastenrad ohne elektrische Unterstützung unterwegs: „Ich habe Kunden in Ettlingen, die ich von der Weststadt anfahre.“ Das sei eine für den ländlichen Raum schon typische Distanz. „Und ich bin trotzdem schneller als mit dem Auto“, ist er überzeugt, dass das Lastenrad auch eine Alternative für den ländlichen Raum ist.
Manuel Quinting, Vorstandsmitglied von „Lastenkarle“ kann sich eine Ausdehnung des Angebots auf Rastatt sehr gut vorstellen. Man müsse, so Quinting, nur einen geeigneten Standort und Spendengelder für ein „Rastatter Lastenrad“ finden. Stellt die Karlsruher Lastenradinitiative die Transporträder den Nutzern doch kostenfrei zur Verfügung.
Mit Lastenräder lassen sich CO-Emissionen vermeiden
Natürlich lassen sich mit Lastenrädern CO-Emissionen vermeiden, waren sich die Karlsruher mit Hentschel einig, dem dies ein wichtiger Aspekt war. Thomas Hillengas hat in den letzten Wochen schon häufig das Auto für kurze Wege stehen lassen und so Kfz-Kurzstreckenfahrten vermieden, die besonders viel Kraftstoff verbrauchen. Und auch Manuel Quinting kann aus einer Nutzerumfrage bestätigen, dass durch „Lastenkarle“ Kfz-Fahrten vermieden werden. Aktuell sei dies bei 55 Prozent aller Ausleihvorgänge der Fall.
Auch wenn Karlsruhe sich seit mehreren Jahren sehr erfolgreich dafür einsetzt, Transportfahrten im privaten oder gewerblichen Bereich auf stadtverträgliche Lastenräder zu verlagern. „Beim Umsteigerpotenzial ist bestimmt noch viel Luft nach oben“, ist sich Johannes Schell vom Stadtplanungsamt sicher. Und vielleicht „radelt“ die Lastenrad-Idee ja nun nach Rastatt.
presse.karlsruhe.de/db/meldungen/verkehr/sind_lastenrader_auch_eine_transportlosung.html
Mittwoch, 11. Februar 2026, um 18:30 Uhr
im Naturfreundehaus, Brufertstrasse 3 in Rastatt.
Auf dem Podium:
MdB Zoe Mayer, Sprecherin für Tierschutz der Grünen Bundestagsfraktion, spricht über politische Herausforderungen und notwendige Veränderungen im Tierschutz.
Timo Franke, veganer Profikoch, zeigt auf wie vielseitig und genussvoll pflanzliche Küche sein kann – ganz ohne Dogmatismus.
Millionen Tiere leiden täglich in der industriellen Tierhaltung. Eine der wirksamsten Möglichkeiten, diesem Leid zu begegnen, liegt in der bewussten Umstellung unserer Ernährung indem wir tierische Produkte reduzieren oder ganz auf sie verzichten, hin zu Bio-Lebensmitteln und pflanzlichen Alternativen. Bei immer mehr Menschen wächst der Wunsch nach einer Ernährungsweise, die einen konkreten Beitrag zum Tierschutz leistet. Doch was bedeutet das im Alltag? Welche politischen Weichen müssen gestellt werden? Und wie kann eine vegetarische oder vegane Ernährung nicht nur ethisch sondern auch genussvoll gelingen?
Gemeinsam möchten wir über Verantwortung diskutieren – gegenüber Tieren, unserer Umwelt und unserer eigenen Gesundheit – und darüber, wie persönliches Handeln und politische Entscheidungen ineinandergreifen.
Um Anmeldung wird gebeten unter
thomas.hentschel.wk@gruene.landtag-bw.de
Ich lade herzlich ein:
Gisela Erler, baden-württembergische Staatsrätin für Bürgerbeteiligung a.D. liest aus ihrem Buch:
„Demokratie in schwierigen Zeiten“
Montag, 9. Februar 2026, 19 Uhr, Rossi-Haus, Herrenstraße 13, Rastatt.
Aufgrund ihrer eigenen Biografie und ihren vielfältigen Erfahrungen beschäftigt sich Gisela Erler in ihrem Buch mit der Frage, wie unsere Demokratie den aktuellen weltpolitischen Stürmen trotzt, wie der Populismus in Schach gehalten werden kann und vor allem, wie sich Bürgerinnen und Bürger konkret zum Wohle aller einmischen können.
Gisela Erler war von 2011 bis 2021 Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung mit Stimmrecht im baden-württembergischen Kabinett. Im Auftrag von Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sie die grüne „Politik des Gehörtwerdens“ inhaltlich entwickelt und gestaltet. Sie hat großen Anteil daran, dass Baden-Württemberg heute das Musterland der Bürgerbeteiligung in Europa ist.
Nach der Lesung ist Zeit für Fragen und Austausch. Zudem signiert Gisela Erler gern Exemplare ihres Buches.
Um Anmeldung wird gebeten unter: thomas.hentschel.wk@gruene.landtag-bw.de
Wenige Monate vor der Landtagswahl tauscht die CDU in Sachsen-Anhalt kurzerhand ihren Ministerpräsidenten aus, damit der Neue mit Amtsbonus in [...]
Das Europäische Parlament hat den Mercosur-Vertrag zur rechtlichen Prüfung dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorgelegt. Das ist das falsche [...]
Bündnisgrüne Kreisverbands-Partnerschaften bieten die hervorragende Möglichkeit, sich durch Kooperationen zwischen Kreisverbänden gegenseitig [...]